Mein Umstieg von Dreamweaver auf NetBeans

Meinen Umstieg von Windows auf Linux habe ich damals sehr behutsam durchgeführt. Zunächst über einen Dualboot (Windows/Linux parallel) hin zu einer “reinen” OpenSuse-Installation (bzw. damals Suse 9.3) mit Windows XP in einer VirtualBox. Jetzt mit OpenSuse 11.2 und Windows 7 64-bit in einer “Virtual Machine” war Dreamweaver MX 2004 das einzige Programm, für das ich noch keine Linux-Alternative hatte. Doch auch damit ist jetzt Schluss!

Alle anderen Komponenten, die ich für die Webentwicklung verwende (xampp, GIMP oder Filezilla), gibt es ohnehin für Linux bzw. stammen sogar von dort. Nun machte ich mich also auf die Suche nach einer Alternative zu Dreamweaver MX 2004. Ich bin dann relativ schnell auf NetBeans gestoßen, das mich von Anfang an überzeugt hat.

Vorteile von NetNeans gegenüber Dreamweaver MX 2004

Nachteile von NetBeans

Umstieg von iso-8859-1 / latin-1 auf utf-8

Scheiß Encoding

Idealerweise codiert man bei neuen Projekten immer alles direkt in utf-8. Dies erspart einem sehr viel Ärger mit den allseits beliebten lustigen Symbolen. Wenn man jedoch umsteigen möchte/muss, sollte man ein paar Sachen beachten.

1. Abspeichern der Datei selbst als utf-8

NetBeans fragt beim Anlegen eines neuen bzw. beim Import eines bestehenden Projekts nach dem “Default Encoding”. Hier einfach das vorgeschlagene “utf-8″ lassen.

2. Umstellung des Zeichensatzes in den Metatags von

<meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=iso-8859-1">

nach

<meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8">

3. MySQL

Falls Ihr MySQL oder andere Datenbanken verwendet, stellt auch hier alles auf utf-8 um (Zeichensatz / Kollation der Datenbank-Verbindung sowie der Datenbank und Tabellen).

4. Testen

Ihr solltet alle Funktionen gründlich testen und nach falsch codierten Zeichen suchen. In Euren php-Dateien können die Funktionen utf8_encode() bzw. utf8_decode() falsch verwendet zu Problemen führen. Andererseits lassen sich damit aber auch notwendige Konvertierungen durchführen.

Fazit

Ich kann NetBeans uneingeschränkt empfehlen! Damit steht einer windowsfreien Webentwicklung nichts mehr im Weg. Einzig die Performance hat sich meines Erachtens von Version 6.8 auf 6.9 etwas verschlechtert. Für NetBeans 6.10 sind jedoch bereits umfangreiche Verbesserungen an der Performance angekündigt.

[Update]

Durch ein kleineres Update von Version 6.9 (Build 201006111053) hat sich einiges an der Performance getan. Das aktuelle NetBeans fühlt sich jetzt wieder genauso flott an wie Version 6.8.

verfasst von Michael am 7. August 2010 um 09:13

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